Unser Mehl-Erfinder

Stefan Steinmetz (1858-1930) war Müller in der 8. Generation. Er erkannte, dass das Getreide in vielerlei Hinsicht stärker verschmutzt war, als man mit bloßem Auge erkennen konnte.

Er beobachtete, dass sich Luftverschmutzung auf dem Getreide niederschlägt. Gleichzeitig waren ihm die Risiken, die nach der Ernte bei der Getreidelagerung entstehen können, sehr bewusst. Hierzu zählen die Einflüsse von Insekten, Bakterien, Nagern, Vögeln und Schimmel.

Sein Streben war es, ein sanftes Verfahren zu schaffen, mit man die belastete, nährwertlose Schicht des Getreides entfernen konnte, ohne dass der Keimling und die vitaminreichen Randschichten beschädigt werden.

Das Ergebnis ist die am 09.02.1892 patentierte STEFAN STEINMETZ Maschine, bei der das Getreide auf natürlichem Wege gereinigt wird. Zu Grunde liegt das von ihm erdachte Verfahren, das die äußersten, schmutzigen Randschichten mit Wasser und mit sanfter mechanischer Reibung entfernt und dabei das vollwertige Korn mit allen Vitaminen erhält. Sein Streben nach Perfektion führte dazu, dass er zwischen 1892 und 1930 noch 16 weitere Patente erlangte. 

Seine Erfindung war für die damalige Zeit spektakulär und fand viele Anhänger, leider jedoch noch nicht die breite Akzeptanz. Lebte Stefan Steinmetz doch in einer Zeit, in der das Bewusstsein für gesunde Ernährung noch nicht vorhanden war.

Wenn man jedoch das Ergebnis seiner Erfindung unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet, darf man behaupten, dass er etwas für alle Menschen geschaffen hat, denn gesunde Ernährung zählt zu den höchsten Gütern der Gesellschaft. 

Es stellt sich somit die Frage, weshalb ihm nicht der gleiche Ruhm zuteil wurde, wie den Erfindern seiner Zeit.